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MICHAEL SAILSTORFER: CRASH

7. Oktober bis 8. Januar 2012

Seit seiner ersten Einzelausstellung im Lenbachhaus München 2002 sorgt Michael Sailstorfer (*1979 in Velden/Bayern) im internationalen Kunstbetrieb mit Installationen für Furore. Er verbindet vermeintlich unverdächtige Alltagsgegenstände mit schicksalsträchtigen Assoziationen, die er durch kleine Veränderungen der Zusammenhänge erzielt. 

Wenn der Künstler seine Objekte und Fundstücke zerlegt, deformiert und neu zusammenfügt, um sie dann und wann auch in Bewegung zu versetzen, nähert er sich zunächst dem gängigen Skulpturbegriff, um diesen mit überraschenden und unerwarteten Fragestellungen zu konfrontieren. Häufig baut und modifiziert Sailstorfer Maschinen – insbesondere Transportmittel wie das Auto, das Flugzeug und ihre Bestandteile – um Kunst und Technik in Beziehung zueinander zu setzen.

  

Michael Sailstorfer, Zeit ist keine Autobahn – Friedrichshafen, 2011 Reifen, Eisen, Elektromotor, Wand
Foto: Studio Michael Sailstorfer © Michael Sailstorfer, courtesy: Galerie Johan König

 

Im Rahmen der Kooperation zwischen Kunstverein und Zeppelin Museum bespielt Michael Sailstorfer Räume in beiden Institutionen und macht dadurch einen inhaltlichen Transfer zwischen beiden Häusern möglich. Michael Sailstorfer plant mehrere neue Arbeiten, die er eigens für Friedrichshafen anfertigt.

Im Wechselausstellungsraum des Zeppelin Museums thematisiert er mit einer spektakulären Skulptur „If I should die in a car crash it was meant to be a sculpture“ (2011) die Dramatik einer drohenden Katastrophe. Wie in einem begehbaren Bühnenbild und nur von Theaterscheinwerfern beleuchtet, steht ein Sportwagenmodell mit einer gewaltigen Seilwinde verbunden auf einer Rampe und droht an einer grob gemauerten Wand zerquetscht zu werden. Die spannungsgeladene Szene zeigt das emotionale Band, das wir allgemein an die Technik als einen modernen Fetisch knüpfen. Darüber hinaus unterstreicht sie die These, dass Katastrophen und Technikgeschichte zwangsläufig miteinander verbunden sind, auch wenn wir es normalerweise gewohnt sind, die Gefahr auszublenden und zu verharmlosen.

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Ihr Ansprechpartner

Frank-Thorsten Moll M.A.
Tel.: ++49  (0)7541 3801-20
Fax: ++49 (0)7541 3801-81
moll(at)zeppelin-museum.de

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